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Auf dem Weg zu einer IBA

Logo Bremen  Land der Quartiere. Auf dem Weg zu einer IBA

Bremen ist seit 2018 in mehreren Schritten auf dem Weg zu einer Internationalen Bauausstellung IBA als Sonderformat der Stadtentwicklung. Richtungsweisend ist der Beschluss der Bremischen Bürgerschaft (pdf, 68.7 KB) "Eine Internationale Bauausstellung als Maßstab der zukunftsgerechten Transformation unserer Quartiere" vom 8. Oktober 2025, mit dem der Senat aufgefordert wurde, die Grundlagen für eine IBA im Land Bremen auszuarbeiten und über die Entwicklungen zu berichten.

Kernaussagen einer IBA "Bremen - Land der Quartiere"


In Anknüpfung an erste Studien und Aktivitäten auf Bundes- und Landesebene wurden im für Stadtentwicklung zuständigen Senatsressort unter Federführung der Senatsbaudirektion im Verlauf des Jahres 2025 die Grundlagen für ein IBA-Thema, geeignete Formatideen und einen Prozess erarbeitet. Hierfür wurden die Erkenntnisse sowie die Erfahrungen aus den Arbeitsfeldern der Quartiersentwicklung im Land Bremen in einem aufgegriffen und weiterentwickelt. In einem zunächst internen Arbeitsprozess sind Themen einer IBA im Kern formuliert und mit zentralen Zukunftsfragen der Stadtentwicklung in Deutschland und Europa in Bezug gesetzt worden.

Kernaussagen einer IBA "Bremen - Land der Quartiere" (pdf, 903.1 KB)


Sozial bedeutet, den Sozialraum Quartier gemeinwohlorientiert und kooperativ mit engagierten Quartiersmacher:innen und der Stadtgesellschaft zu gestalten und über Innovationen den sozialen Zusammenhalt zu stärken.

Robust bedeutet, Quartiere zu entwickeln, die zukunftsfähig auf die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Herausforderungen an das Wohnen und Arbeiten vorbereitet sind.

Zirkulär bedeutet, das Bauen und die Bestandsentwicklung als Kreislauf zu verstehen und verantwortungsbewusst mit den Ressourcen umzugehen.

Wer macht Quartiere im Land Bremen

Um in Bremen bereits formulierte und praktizierte Strategie für Quartiere weiterzuentwickeln und vor allem zu kommunizieren sind fünf Filmportraits entstanden, die Quartiersmacher:innen vorstellen und zeigen können, wo bereits erfolgreiche Quartiersentwicklung angedacht ist und stattfindet, wer daran mitwirkt und welche Ziele und Erfahrungen mit diesem Engagement verknüpft sind.

Bremerhaven

© Lilly Thalgott, Sebastian Bock

Bremerhaven: Scouting für Stadtentwicklung

Greta Bukowski und Niklas Piatkowski von Kreativer Aufbruch Bremerhaven kennen keinen Stillstand. Mit eigenen Ideen und kulturellen Aktionen suchen und entdecken sie spannende Humus-Orte, die Impulse aussenden…

Blumenthal: Rathaus wird Quartiershaus

Das denkmalgeschützte, seit Jahren leerstehende Rathaus im Stadtteil Blumenthal soll eine neue Bedeutung als Quartiershaus erhalten und das Stadtteilzentrum mit dem zukünftigen Kämmereiquartier auf dem Areal der ehemaligen Bremer Wollkämmerei verbinden. Hanna Augustin als Gebietsverantwortliche für die Städtebauförderung und Oliver Fröhlich als Ortsamtsleiter geben einen Einblick in das gut erhaltene "Schmuckstück"…

Blumenthal

© Lilly Thalgott, Sebastian Bock

Überseeinsel

© Lilly Thalgott, Sebastian Bock

Überseeinsel: Energie zur Richtigen Zeit am richtigen Ort

Auf dem ehemaligen Kellogg-Areal entwickelt der Bremer Unternehmer Klaus Meier die Überseeinsel mit einer klaren Haltung und einem ganzheitlichen Ansatz für ein Quartier im Werden. Er und Henrike von Hofe wie mehrfache Innenentwicklung aussehen kann…

Neue Vahr: Miteinander Füreinander

Bernd Kuschnerus, Kirchenpräsident der Bremischen Evangelischen Kirche, und der Sozialdiakon Christoph Buße erzählen, wie mit einem Sozialkaufhaus und ehrenamtlich betriebenen Werkstätten neue Nutzungen in den Kirchenalltag im Quartier gekommen sind…

Neue Vahr

© Lilly Thalgott, Sebastian Bock

Schweizer Viertel

© Lilly Thalgott, Sebastian Bock

Schweizer Viertel: Ein neues Haus als Zeichen für Netzwerkarbeit

Manfred Corbach, Vorstand der Gewoba, und Aykut Taşan, der langjährige Quartiersmanager blicken vom Dach des neuen Quartiershauses der GEWOBA auf das Schweizer Viertel. Auf dem Grundstück einer ehemaligen Wendeschleife der Straßenbahn ist mit dem Schweizer Foyer ein besonderes Haus entstanden…

Think Tank am 28. Oktober 2025 - Stimmen und Statements

Die Stadtwende und der Sozialraum Quartier bilden die thematischen Säulen einer IBA im Land Bremen. Diese Erkenntnis wurde aus Gesprächen mit der Politik, mit Vertreter:innen von Institutionen, Initiativen, Unternehmen aus Bremen sowie im Austausch mit IBA-Expert:innen aus ganz Deutschland und Europa gewonnen. Anknüpfungspunkte waren dabei der Beschluss der bremischen Bürgerschaft vom 8. Oktober 2025, die Kernaussagen zum Thema "Bremen - Land der Quartiere" und der Think Tank/Fachtag am 28. Oktober 2025. Hierzu waren 35 Akteur:innen aus Bremen sowie Expert:innen aus Deutschland und Europa eingeladen, die Idee "Bremen - Land der Quartiere" sowie die Stadtwende und den Sozialraum Quartier als thematische Säulen einer IBA im Land Bremen zu diskutieren.

1. Werkstattbericht

Broschüre Werkstattbericht Hellblauer Hintergrund, weiße geometrische Formen, roter Titel

Die im Jahr 2025 gewonnen Erkenntnisse wurden im Austausch mit dem IBA-Expertenrat beim BMWSB und BBSR sowie dem internationalen Netzwerk "IBA meets IBA" vertieft und in einem konkreten Vorschlag für ein IBA-Format des Landes Bremen zusammengefasst. Auf dieser Grundlage kann der 1. Werkstattbericht (pdf, 9.7 MB) fortgeschrieben und zum Memorandum als politische Entscheidungsgrundlage für eine IBA "Bremen - Land der Quartiere" weiterentwickelt werden.

Eröffnung der 1. IBA-Werkstatt im Bremer Zentrum für Baukultur

Menschen diskutieren an einem Modelltisch

Mit ca. 80 interessierten Bremerinnen und Bremern hat die 1. IBA-Werkstatt im BZB ihre Türen geöffnet. Im Zentrum des Abends Stand die Diskussion der baupolitischen Sprecher:innen der Fraktionen SPD, Die Grünen, Die Linke, CDU (Vertretung) und FDP um die Zukunft der Quartiere in Bremen und Bremerhaven. Mit einer konkreten Vorstellung davon, dass Zukunft gestaltet werden will, klang der Auftakt mit dem Hinweis auf die Fortführung der Werkstattserie und auf eine weitere öffentliche Veranstaltung in der zweiten Jahreshälfte aus.